Das beste Anregungsmittel ist es, eine ausgelassene und fröhliche Partnerin zur Frau zu haben ... Eine Frau, die hübsch, jung und mit Gesichtszügen ausgestattet ist, die günstiges Schicksal verheißen, die weiter liebenswert, geschickt und kunstfertig ist, wirkt als das beste Aphrodisiakum.Doch mit diesem Ratschlag aus der traditionellen indischen Medizin gaben sich über die Jahrtausende hinweg nicht alle Männer zufrieden. Allzeit haben die Männer den Wunsch verspürt, ihre eigene Liebeskraft zu stärken.
Göttin Aphrodite als Namensgeberin
Die griechische Göttin der Liebe, Aphrodite, hat einer großen, ja kaum überschaubaren Gruppe von Wirkstoffen ihren Namen verliehen: den Aphrodisiaka. Ein Aphrodisiakum dient dazu, Lustgefühl zu schaffen, zu steigern oder in eine neue Richtung zu lenken. Es soll auch helfen, verlorene Kräfte neu zu beleben und einem impotenten Mann neue Energie zu verleihen.
Man mag sich darüber streiten, ob es ein Zeichen männlicher Verzweiflung ist, aber im Laufe der Jahrtausende hat schon beinahe jede Pflanze die Ehre gehabt, als Hilfsmittel für die Liebe benutzt zu werden.
Buntes Treiben im Regal der Aphrodisiaka
Nachdem sie erstmals nach Europa importiert worden waren, galten im 16. und 17. Jahrhundert sogar Kartoffeln und Tomaten, damals als Poma amoris, Liebesapfel, bekannt, als Aphrodisiakum. Auch Tee, Kaffee, Tabak sowie eine ganze Reihe von Gewürzen wurden als förderlich für die Manneskraft angesehen.
Einst gefragt: Tomaten & Tee, Kartoffeln & Kaffee
Wissenschaftlich lässt sich die ihnen zugeschriebene Heilkraft aus heutiger Sicht nicht begründen. Vermutlich genügte es, einen exotischen Ruf zu haben. Damals jedenfalls waren diese Importgüter selten und teuer. Immerhin belasteten sie aber Appetit und Verdauung weniger als die folgenden Rezepturen: In Indien galten Elefantenmist, Eidechsenaugen und Karpfengalle als besonders potenzsteigernd, in Tibet schrieb man diese Wirkung dem Fleisch des Yeti zu, und die alten Römer glaubten an die Wunderkraft von Ziegen- und Wolfshoden.
Wunderlich: der Glaube an Potenzmittel
Dem italienischen Alchimisten Giorlamo Folgeno zufolge sollte ein gutes Aphrodisiakum folgende Zutaten enthalten: Das Fleisch einer wiederausgegrabenen Leiche, die Galle eines Ochsen, die Lunge eines Esels, das Blut eines blinden Babys, das Gift einer Kröte, den schwarzen Dreck aus einem Grab und das Fleisch eines erhängten Straßenräubers. Dieses Rezept aus dem Jahre 1509 wird heute sicherlich kaum noch angewandt.
Doch die Natur bietet auch erfolgversprechende Hilfsmittel: Die Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baumes steigert die Manneskraft - das ist bewiesen.
Formsache Potenzmittel?
Bei einigen Zubereitungen und Mittelchen lässt sich kaum ahnen, warum der Mensch sie einst für potenzsteigernd hielt. Anderen Arzneien wird die spezielle Kraft zugeschrieben, weil sie aus Pflanzen gewonnen werden, deren äußere Form an Sexualorgane erinnert. Laut der sogenannten Signaturlehre soll eine Pflanze nämlich auf den Körperteil heilend wirken, dem sie äußerlich ähnelt. Da steht es für den Penis natürlich gut, schließlich finden sich im heimischen Garten zahlreiche Wurzeln in eben seiner Wunschform.

























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