Vitamin B1 (Thiamin) - wichtig für den Aufbau der Nervenzellen

Geschrieben von Withania Zuletzt aktualisiert: Samstag, 19 März 2016
Vitamin B1 (Thiamin) - wichtig für den Aufbau der Nervenzellen © Victor Soares - Fotolia.com
Vitamin B1 (Thiamin) - wichtig für den Aufbau der Nervenzellen © Victor Soares - Fotolia.com

Vitamin B1 / Thiamin

Vitamin B (oder: Thiamin) gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. 1882 entdeckte der Japaner Kanehiro Takaki, dass die Beri-Beri-Krankheit durch eine ausgewogene Ernährung geheilt werden konnte. 1897 war klar, dass es das Silberhäutchen des Reises ist, welches die Krankheit verhindert. 1912 isolierte Casimir Funke das Thiamin aus der Reiskleie und erfand den Begriff „Vitamin“ (Vita = Leben/ Amin = Aminogruppe vom Thiamin).

Welche Aufgabe hat Vitamin B1 im Körper?

Vitamin B1 ist an der Bereitstellung von Energie beteiligt, da es eine wichtige Rolle beim Abbau der Kohlenhydrate spielt. Zudem fördert es unterschiedliche Nervenfunktionen.

Wie viel Vitamin B1 am Tag?

Der Bedarf wird durch die Fachgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz (D-A-CH-Referenzwert) auf 1,1mg Thiamin pro Tag festgelegt.

In welchen Lebensmitteln steckt Vitamin B1?

Wie in der Kleie des Reises, so findet sich auch in den Randschichten unserer heimischen Getreidearten ein hoher Anteil an Vitamin B1. Vollkornprodukte sind deshalb reich an dem Vitamin. Auch Hülsenfrüchte, Fleisch (besonders Schweinefleisch), Gemüse (Broccoli, Kartoffel), Walnüsse und bestimmte Fischsorten, wie Lachs und Scholle können gut zur Deckung des Bedarfs herangezogen werden.

Wie viel Vitamin B1 pro 100g Lebensmittel?

Schweinefilet (100g) 1,1mg
Sojabohnen (100g) 1,0mg
Hühnerbrust (100g) 0,7mg
Grüne Erbsen (150g) 0,5mgLachs (150g) 0,25mg
Kalbshaxe (150g) 0,22
Unpolierter Reis (50g) 0,2mg
Linsen (50g) 0,2mg

Was passiert bei einem Mangel an Vitamin B1?

In Deutschland ist ein Thiaminmangel nur selten zu beobachten. Krankheiten wie Essstörungen, Darmerkrankungen und Alkoholismus stellen jedoch eine Gefahr für die ausreichende Versorgung mit Vitamin B1 dar.
Verschiedene Faktoren wie Gerbsäure in Schwarztee und Kaffee, Schwefel als Konservierungsmittel, z.B. in Wein und Trockenfrüchten, Alkohol und Hitze zerstören das Vitamin. Da es wasserlöslich ist, entstehen auch beim Kochen in Wasser Verluste und es kann zu einer verschlechterten Versorgung führen.
Beri-Beri ist eine komplexe Thiaminmangelkrankheit. Da Thiamin am Glucosestoffwechsel und dem Aufbau der Nervenzellen beteiligt ist, zeigen sich vielfältige Symptome: Müdigkeit, Lethargie, abnehmende körperliche- und geistige Leistungsfähigkeit, aber auch Störungen von Herz und Kreislauf, Nerven und Muskulatur. In Ostasien trat der Thiaminmangel nach Einführung der Reisschälmaschinen auf, da in der äußeren Schale des Reises besonders viel Vitamin B1 enthalten ist. Da Reis in Ostasien das Hauptnahrungsmittel ist, führt die Entfernung der Schale zu einer drastischen Verminderung der Vitamin B1 Aufnahme. Christiaan Eijkman entdeckte das Thiamin und zeigte, dass Beri-Beri damit geheilt werden kann. Er erhielt dafür 1929 den Nobelpreis.

Zu viel Vitamin B1?

Eine Überdosierung kann mit Nahrungsmitteln nicht erreicht werden. Experten empfehlen, dass man bei der zusätzlichen Verwendung von Vitaminpräparaten langfristig nicht mehr als das Dreifache der Bedarfsmenge an Thiamin zuführt (höchstens 4mg).

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