Krank und dick durch Übersäuerung?

Geschrieben von André Schönbeck | Dr. Jan Kunde Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 20 Juni 2019
Krank, dick und ungesund durch Übersäuerung © Joenomiase - pixabay.com
Krank, dick und ungesund durch Übersäuerung © Joenomiase - pixabay.com

Wenn der Körper übersäuert, können Lymphstau, Fettansammlungen, Durchblutungsstörungen und eine erhöhte Entzündungsbereitschaft die Folge sein. Fettsäuren können aus den Fettzellen nicht herausgelöst werden, krankhaftes Übergewicht und schlechter Muskelaufbau sind keine Seltenheit.

Die Warburg-Hypothese: Krebs durch Übersäuerung

Stress, Bewegungsmangel, schlechte Essgewohnheiten und stark verarbeitete Lebensmittel, Krankheiten und Medikamente gehören zum Alltag vieler Menschen. Deshalb ist die Übersäuerung des Stoffwechsels mittlerweile ein zentrales Thema, das allerdings in der Schulmedizin noch wenig Beachtung findet.

Doch bereits 1930 wies der Chemiker Otto Warburg auf die Gefahr der Übersäuerung hin und stellte die Hypothese auf, dass Zellen in einem sauren Milieu schlechter mit Sauerstoff versorgt werden, zur Energiegewinnung zunehmend auf Gärungsprozesse umschalten dies eine Ursache für die Entstehung von Krebs sein könne.

Säuren blockieren die Fettverbrennung

Bleibt zu viel Stoffwechsel-Abfall im Fett und Bindegewebe zurück, gerät der gesamte Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht. Dadurch arbeitet der Stoffwechsel zu langsam. Die Folgen sind Lymphstau, Fettansammlungen, Durchblutungsstörungen und eine erhöhte Entzündungsbereitschaft. Auch die Fettsäuren können aus den Fettzellen nicht herausgelöst werden, ein Fettabbau ist so nicht möglich und krankhaftes Übergewicht, eine schlechte Kollagen-Synthese (schwaches Bindegewebe) und mangelnder Muskelaufbau sind die Folge. Die Vitalität lässt nach, betroffene Menschen fühlen sich an bestimmten Tagen oder dauerhaft einfach energielos.

Wechseljahresbeschwerden und Cellulite durch Übersäuerung

Eine Übersäuerung des Körpers kann zu einer Veränderung und Verschiebung von Hormonen führen, was sich besonders in den Wechseljahren bemerkbar macht. Alternativmediziner sehen einen Zusammenhang zwischen der ausbleibenden Regelblutung, der Übersäuerung des Körpers und einer Gewichtszunahme.

Demzufolge ist die Regelblutung der Frau eine Möglichkeit, überschüssige Säuren auszuscheiden. Die Säuren werden in der Gebärmutter zwischen den Monatsblutungen gespeichert, bis sie dann mit der Periode ausgeschieden werden. Durch den Wegfall der Regelblutung kann ein regelrechter Säurestau entstehen. Dieser kann Wassereinlagerungen im Gewebe, starkes schwitzen, Hitzewallungen, Fetteinlagerungen, Migräne und Depressionen verursachen.

Eine Verschiebung von Gewebshormonen durch eine Übersäuerung kann außerdem Cellulite an Oberschenkeln, Oberarmen, Hüften und Po führen – und das bereits bei jungen Frauen. Eine Entsäuerung des Körpers durch sogenannte Detoxkuren und einen Entgiftungsplan führt oft zu überraschenden Erfolgen.

Der Darm und das Mikrobiom leiden unter einer Übersäuerung

Der Darm ist entscheidend am Entstehungsprozess der Cellulite beteiligt. Oft leiden Frauen nicht nur unter Cellulite, sondern gleichzeitig unter einem sogenannten Reizdarm. Sie haben morgens geschwollene Augen und dicke Finger. Sie klagen über Geräusche und Blähen im Bauch oder leiden unter Durchfall und/oder Verstopfung. Dies hängt mit einem gestörten Abtransport der Lymphe zusammen. Wenn der Darm und die Darmflora nicht in Ordnung sind, entsteht als Gegenregulation mehr Lymphflüssigkeit, die aber nicht richtig abfließen kann.

Ein „saurer“ Körper wird krank, dient als Nährboden für schädliche Bakterien (besonders die im Darm) und verbraucht wichtige Nährstoffe schneller. Ein alkalischer oder basischer Körper hingegen bleibt gesund.

Kennen Sie Ihren Stoffwechseltyp?

In Deutschland sind wir lange davon ausgegangen, dass der Stoffwechsel vor allem davon beeinflusst wird, ob unsere Ernährung mehr Säuren oder mehr Basen enthält. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, sind die Verhältnisse jedoch wesentlich komplizierter.

Denn der Stoffwechsel funktioniert nicht bei jedem Menschen gleich. So unterscheidet man grundlegend zwischen dem aeroben und dem anaeroben Stoffwechseltyp. Beide Typen verstoffwechseln die Nährstoffe unterschiedlich – was für den einen zuträglich ist, kann beim anderen zu einer Übersäuerung führen.

Deshalb sollte die Analyse des Stoffwechseltyps der erste Schritt hin zu einem ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt sein. Eine langfristige Ernährungsumstellung passend zum Stoffwechsel sollte dabei das generelle Ziel sein. In der Regel dauert eine Umstellung der Gewohnheiten und ein Ausgleich des Säure-Basen–Haushalts neun bis zwölf Monate. 

Vital und energiegeladen durch basische Mineralstoffe

Je mehr basische Vitalstoffe dem Körper zur Verfügung stehen, desto mehr Sauerstoff steht den Zellen zur Verfügung. Die Folge sind eine bessere Verbrennung und weniger belastende Stoffwechselprodukte. Wenn der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht ist, können alle Organe ihre Funktionen ungestört ausüben. Menschen mit einem ausbalancierten Säure-Basen-Wert fühlen sich ausgeglichen, vital und sind voller Energie und die Verdauung arbeitet optimal. 

Durch die Erhöhung der Konzentration von Mineralstoffen als Sofort-Maßnahme und langfristiger Zufuhr von basischen Lebensmitteln, versorgen Sie Ihren Körper mit wichtigen Vitalstoffen. In der Folge wird der Stoffwechsel aktiviert und Ihre Zellen wieder mit Nährstoffen versorgt, wodurch eine optimale Energiegewinnung und der Fettabbau gewährleistet sind.

Am Säure–Basen-Haushalt lässt sich gut erkennen, wie sinnvoll es ist, verschiedene Aspekte des Stoffwechsels gleichzeitig zu betrachten, um das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper wiederherzustellen. Zu den basischen Vitalstoffen gehören Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Omega 3-Fettsäuren.

Mit Hilfe meiner Ernährungs-Analyse und eines Säure-Basen Profils können Sie leicht feststellen, zu welchem Stoffwechsel-Typ Sie gehören und gerne erstelle ich Ihnen einen individuellen Entgiftungsplan.

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Ihr André Schönbeck

  

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 Dr. Jan Kunde

 

Mitglied des Deutschen Kompetenzzentrums Gesundheitsförderung und Diätetik e. V.

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