Entspannen mit Musik

Geschrieben von Withania Zuletzt aktualisiert: Freitag, 16 Dezember 2016
Entspannungsmusik kann ungeordnete Abläufe im Körper ins Gleichgewicht bringen © Spectral-Design - Fotolia.com
Entspannungsmusik kann ungeordnete Abläufe im Körper ins Gleichgewicht bringen © Spectral-Design - Fotolia.com

Musik hören ist ein altbewährtes und leicht anzuwendendes Entspannungsmittel. Sobald man die Augen schließt und der Musik lauscht, entspannt sich der Körper, der Pulsschlag normalisiert sich und Ruhe kehrt ein.

Spezielle Entspannungsmusik begünstigt die Entspannung weil sie von einem 60-Schlag-Rhythmus pro Minute, der dem entspannten Pulsschlag entspricht, dominiert wird. Heute gibt es schon die unterschiedlichsten Arten von Entspannungsmusik - beruhigend oder euphorisierend - die je nach Stimmungslage eingesetzt werden können.

Wie wird Entspannungsmusik angewendet?

Gezielt wird die Entspannungsmusik natürlich im therapeutischen Bereich eingesetzt. Hier haben sich vielfältige Ausprägungen und Anwendungsmöglichkeiten bewährt, die entscheidende Fortschritte und Ergebnisse zur Unterstützung psychischer Behandlungen zu leisten vermögen. Weil - laut Pythagoras - die Harmoniegesetze der Musik in ihren kleinsten Elementen dieselben sind wie jene der Abläufe im menschlichen Organismus, kann Musik dazu verhelfen, ungeordnete Abläufe in unserem Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Wenn die natürliche Harmonie des Organismus wieder hergestellt ist, nehmen auch die körperlichen Beschwerden schneller ab. Unser Ohr ist sehr feinfühlig und gibt alle kleinsten Impulse und Schwingungen über den Nervus Vagus - den 10. Hirnnerv - an alle wichtigen Organe unseres Körpers weiter. Aus diesem Grund entwickelte man die "Medizinische Resonanz-Therapie-Musik", die nach den Gesetzen der Harmonie komponiert wird und manchmal wirksamer als Medikamente sein kann.

Durch Musiktherapie können auch psychische Probleme aufgearbeitet und sichtbar gemacht werden. Man unterscheidet aktive und passive Musiktherapie. Bei der aktiven Therapie improvisieren die Patienten selbst auf Musikinstrumenten, wobei unbewusste Teile und Bereiche berührt werden und in der Folge durch die Musik zum Ausdruck kommen. Unter passiver Musiktherapie versteht man das bewusste Hören gezielt ausgesuchter Musik und die anschließende Beobachtung bzw. Verarbeitung der entstandenen emotionalen Reaktionen.

Diese Form der Therapie beruht auf der Annahme, dass es für jede menschliche Regung eine musikalische Entsprechung gibt. Musiktherapie kann also in dieser Form helfen, Gefühle auszudrücken und Lösungsstrategien zu entwickeln, wenn noch keine Worte gefunden werden. Im Allgemeinen ist die Anwendung von entspannender Musik grundsätzlich in jeder Alters- und Zielgruppe für folgende Anwendungsbereiche optimal geeignet:

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Abbau von Alltags- und Berufsstress.

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Erzeugung einer angenehm ruhigen Atmosphäre und Anregung einer positiven Grundstimmung.

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Steigerung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

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Verbesserung der Lern- und Merkfähigkeit.

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Förderung von Gelassenheit und Besonnenheit beim Autofahren.

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Angstlösung und Verstärkung innerer Ruhe in der Arztpraxis oder Klinik (Wartezimmer, Behandlung, OP).

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Linderung vegetativer Dysfunktionen, Schlafstörungen oder chronischer Schmerzen, z. B. Kopfschmerzen, Migräne oder bei Herz- und - Kreislaufproblemen; Schmerzreduzierung nach Operationen in Kombination mit anderen Entspannungsübungen.

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Vertiefung der Entspannung während physiotherapeutischer Anwendungen (z. B. Massage).

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Ideale Begleitung klassischer Entspannungsverfahren (z. B. Autogenes Training, progressive Muskelentspannung).

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"Trägerwelle" für mentale Übungen (z. B. beim Sport), Phantasiereisen oder Suggestionsverfahren, Beruhigung überaktiver oder aggressiver Kinder.

 

Alphawellen-Entspannungsmusik

Eine besondere Form dieser Musik ist die sogenannte Alphawellen-Entspannungsmusik, welche durch den Zustand körperlich-seelischer Entspannung in Hinblick auf Atemfrequenz, Herzschlag und Blutdruckveränderung zu einem wichtigen Element der Gesundheitsvorsorge werden kann. Das Immunsystem wird gestärkt, und der Körper entwickelt wieder neue Kräfte, sofern die Entspannungsmusik regelmäßig eingesetzt wird.

Die seelische Entspannung ist durch die Verschiebung der Hirnstromkurve von den im Wachzustand vorherrschenden Beta-Kurven zu den im harmonisierten Zustand nachweisbaren Alpha-Kurven belegt. Entscheidend ist auch hier der Rhythmus von 60 Schlägen in der Minute und eine ausgewogene harmonische, melodische und gleichmäßig fließende Musik, um das erwünschte Ergebnis zu erreichen.

Alphawellen-Entspannungsmusik kann auch als Einschlafhilfe, als Hilfe beim Lernen (erzeugt eine besonders hohe geistige Aufnahmefähigkeit für Informationen) und als Hintergrundmusik für Meditationszwecke eingesetzt werden. Sie komm außerdem häufig als Hintergrundmusik zum Abbau von Stress und Spannungen in Arztpraxen und Spitälern sowie in Flughäfen und Bahnhöfen zum Einsatz.

Gandharva-Veda-Musik

Entspannend wirken kann auch indische Musik wie etwa die Gandharva-Veda-Musik. Weise aus Indien entwickelten mit Hilfe der Meditation eine Art von Musik, welche die Schwingungen der Natur zu verschiedenen Tageszeiten wiedergibt. Beim Hören dieser Melodien (Ragas) zu den entsprechenden Zeiten soll ein natürlicher Zustand von Harmonie und Gleichgewicht im Bewusstsein erzeugt werden. Jeder Raga ist nach bestimmten Strukturen aufgebaut und basiert auf einer der zehn Grundtonleitern.

Durch viele Variationen und Feinheiten soll jede kleinste Schwingungsnuance in der Natur durch die Ragas ausgedrückt werden. Die Gandharva-Veda-Musik wurde in der letzten Zeit vor allem durch Maharishi Mahesh Yogi wieder belebt, der es sich 1986 zum Ziel setzte, durch sein Weltfriedensprogramm Gleichgewicht in der Natur und Frieden in der Welt zu fördern.

 

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