Fit von der Hüfte bis zum Fuß

Geschrieben von Withania Zuletzt aktualisiert: Samstag, 19 März 2016
Fitness von der Hüfte bis zu den Füßen © kasto - Fotolia.com
Fitness von der Hüfte bis zu den Füßen © kasto - Fotolia.com

Die Muskeln der Beine

Das Bein besteht neben dem längsten und kräftigsten Röhrenknochen des Körpers, dem Oberschenkelknochen, der bis zu 52 cm lang werden kann, aus vielen verschiedenen Muskeln, die für das Stehen, Gehen und Sitzen gebraucht werden.
So z.B. der vierköpfige Schenkelstrecker, der fast unaufhörlich in Gebrauch ist. Beim Stehen, beim Gehen, beim Hinsetzen und beim Aufstehen ist er gefordert und sollte deshalb nicht nur wegen schöner Beine trainiert werden, sondern wegen seiner Funktion.
Oder der vordere Schienbeinmuskel. Dieser arbeitet bei jedem Schritt, damit der Mensch nicht über seine eigenen Füße stolpert. Besonders zu spüren ist er, wenn man den Fuß kräftig anhebt und die Zehen zur Decke zieht.
Kräftig ist auch der dreiköpfige Wadenmuskel. Stellt man sich auf die Zehenspitzen, muss dieser das Gewicht des Körpers abfangen. Vor allem bei Frauen wird dieser Muskel stark traktiert, wenn sie viel mit hohen Absätzen laufen. 

Problembereich Knie

Das Kniegelenk ist das größte und zugleich empfindlichste Gelenk des menschlichen Körpers und hochkomplex aufgebaut:
Verbunden werden Ober- und Unterschenkel, außerdem finden sich diverse Bänder, wie z.B. vorderes und hinteres Kreuzband, Außen- und Innenband, die Kniescheibe (Patella) sowie der Innen- und Außenmeniskus. Häufig ist das Kniegelenk - und da vor allem der Gelenkknorpel - von Überlastungsschäden betroffen. Nicht nur Hochleistungssportler müssen wegen eines Kreuzband- oder Meniskusrisses pausieren, sondern auch Otto-Normalverbraucher. Das Knie ist für die Beuge- und Streckbewegungen unerlässlich, die jeder Mensch tagtäglich tausendfach ausführt. Außerdem fängt das Knie ebenso wie die Füße Sprünge und Stöße ab. In Extremsituationen kann es kurzzeitig Belastungen bis zu 1,5 Tonnen standhalten.
Verschleißerscheinungen, Sportunfälle oder angeborene Fehlstellungen machen dem Knie und damit der Beweglichkeit zu schaffen. Eine der vor allem im Alter auftretenden Krankheiten ist die Arthrose. 

Arthrose und mögliche Therapie

Würde im menschlichen Skelett Knochen auf Knochen ruhen, gäbe es innerhalb kürzester Zeit nur noch Splitter und man wäre zur Bewegungslosigkeit verdammt. Dieses Schicksal verhindert die Knorpelschicht, die sich zwischen den Knochen befindet und zusätzlich noch mit Gelenkschmiere benetzt ist. Die Knorpelschicht wird jedoch im Laufe der Jahre brüchig, so dass die Knochen nun doch aufeinander stoßen können. Dazu gesellt sich oftmals eine Entzündung der Gelenkhaut. Auch die umliegenden Muskeln können durch die Arthrose in Mitleidenschaft gezogen, ihre Durchblutung gestört werden.
Zu den Folgen der Arthrose, die vielen Betroffenen nur zu gut bekannt sind, gehören
  • - Schmerzen
  • - Entzündungsschübe
  • - Verdickungen und Verformungen der Gelenke
  • - beginnende Versteifung und damit verbundenen Einschränkung der Beweglichkeit
In der so genannten konservativen Therapie wird mit Bädern, Massagen, Ultraschall-, Wärme- und Kälteanwendungen versucht, das betroffene Gelenk zu stabilisieren. Auch Krankengymnastik und Mittel gegen die Entzündungen gehören zu dieser erhaltenden Therapie.
Wichtig ist, sich bei Arthrose so viel wie möglich zu bewegen, dies jedoch mit wenig Belastung für die Gelenke. Besonders wichtig ist es, die Muskeln zu stärken. Und dies funktioniert in jedem Lebensalter! 

Schwerstarbeiter Füße

Der Fuß ist eine faszinierende Gewölbekonstruktion, bestehend aus
- 26 Knochen

- 19 Muskeln

- 107 Bändern sowie
- reichlich Knorpel, Sehnen und Nerven.
 
Durchschnittlich sind es 170 Millionen Schritte oder knapp 160.000 Kilometer, die der Mensch im Leben zurücklegt - eine Schwerstarbeit, die den Füßen jedoch kaum gedankt wird. Während Hände oft liebevoll gepflegt, gesalbt und geschmückt werden, müssen die Füße einfach nur funktionieren. Aktivität ist meist erst dann angesagt, wenn sich die Füße mit Schmerzen melden.
 
Die nackten Zahlen zeigen jedoch das Defizit in Sachen Füße sehr deutlich: 
- Jeder Dritte Deutsche hat Fußpilz.
- Fast 80 Prozent der Bundesbürger leiden unter Fußfehlstellungen.
 
Bei einer Absatzhöhe von 7,5 Zentimetern steigt der Druck auf die Fußballen um 75 Prozent. Durch die unnatürliche Haltung werden Knie und Hüfte stärker beansprucht und dadurch auch die Wirbelsäule. Diese Fehlhaltungen können Verspannungen der Rückenmuskulatur verursachen und damit auch Kopfschmerzen.

Pflege für die Füße

Ein idealer Einstieg ins Verwöhnprogramm für die Füße ist ein warmes Fußbad. Bei 37°C warmem Wasser wird die Durchblutung gefördert. Zusätze aus Rosmarin, Minze oder Latschenkiefer können den belebenden Effekt verstärken.
Durch das Bad ist die Hornhaut aufgeweicht, so dass sie mit einem Bimsstein leicht abgerieben werden kann. Eine rückfettende Creme ist für die rauen Stellen der Fußsohlen angesagt, damit diese wieder geschmeidig werden. Auch die Fußnägel sollten nach dem Fußbad geschnitten werden, da sie nun weich sind. Wichtig dabei ist, die Nägel gerade zu schneiden, nicht rund! Dadurch kann ein Einwachsen der Nägel vermieden werden.
Gesunde Füße brauchen ein trockenes und warmes Fußklima sowie viel Luftaustausch. In Strümpfen und Schuhen aus Naturmaterialien schwitzen die Füße nicht so stark. Im Sommer sind dann möglichst Sandalen oder Barfußlaufen angesagt.

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