Eigenbluttherapie - zur Stimulation der eigenen Abwehrkräfte

Geschrieben von Withania Zuletzt aktualisiert: Montag, 24 Oktober 2016
Eigenbluttherapie kann die körpereigenen Abwehrkräfte stimulieren © Africa Studio - Fotolia.com
Eigenbluttherapie kann die körpereigenen Abwehrkräfte stimulieren © Africa Studio - Fotolia.com

Diese Therapie gehört zu den unspezifischen Reiztherapien, deren Wirkung noch nicht völlig verstanden ist. Meist entnimmt der Therapeut bis zu 20 Milliliter Blut aus der Armvene und injiziert es sofort in den Gesäßmuskel. Dadurch werden die Abwehr- und Selbstheilungskräfte angeregt. Indikationen hierfür sind erhöhte Anfälligkeit gegen Infekte, chronische Hautleiden, Rheuma oder Genesung nach schweren Erkrankungen.

Die Behandlung erfolgt meist ein- bis zweimal wöchentlich, insgesamt acht- bis zehnmal, manchmal auch häufiger und länger. Das entnommene Blut wird vor der Injektion mit UV-Strahlen oder Kurzwellen bestrahlt, um die Stärke des therapeutischen Reizes zu erhöhen. Das entnommene Blut wird vor der Injektion mit einem pflanzlichen Mittel, meist einem Immunstimulator wie Echinacea, Mistelextrakt oder Eleutherococcus, vermischt, wodurch die Wirksamkeit nochmals gesteigert werden kann.

Hilfe für das Immunsystem

Obwohl die immunmodulierende oder umstimmende Wirkung einer Eigenblutbehandlung bisher in klinischen Studien nicht bewiesen werden konnte, berichten Therapeuten von guten Erfolgen insbesondere bei chronischen und grippalen Infekten, bei Stoffwechselleiden, Hautproblemen, Allergien (insbesondere Heuschnupfen) oder Schwächezuständen und in der Krebs-Nachsorge. Oft ist die Therapiewirkung aber nur vorübergehend. Die Behandlung kann dann aber wiederholt werden.

Risiko nicht unterschätzen

Diese Behandlung ist jedoch mit einem relativ hohen Risiko verbunden. Es besteht die Gefahr von Unverträglichkeitsreaktionen bis hin zum Schock und Herzstillstand. Weitere mögliche Komplikationen sind Schmerzen und Infektionen der Injektionsstelle, Abszessbildung oder länger anhaltende Müdigkeit. Bei intravenöser Verabreichung kann es zu Embolien kommen. Ferner ist auf absolute Hygiene zu achten, um das Risiko einer Hepatitis- oder HIV-Infektion auszuschließen. Bei gestörter Blutgerinnung sollte das Verfahren nicht angewandt werden.

Generell sollte eine Eigenblutbehandlung nur von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden und auch nur, wenn andere besser etablierte Behandlungsversuche sich als wirkungslos erwiesen haben. Vorsicht auch vor Behandlern, die sofortige Heilung versprechen.

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