Herzinfarkt und Impotenz - Gesundheit geht auch Männer etwas an

Geschrieben von Withania Redaktion Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 12 Oktober 2017
Männergesundheit - von Herzinfarkt und Impotenz © Nomad_Soul - Fotolia.de
Männergesundheit - von Herzinfarkt und Impotenz © Nomad_Soul - Fotolia.de

Männer sterben immer noch früher, haben ein höheres Risiko für einen Herzinfarkt und neigen bei hoher psychischer Belastung schneller zu Kurzschlusshandlungen als Frauen. Von dem Thema Haarausfall und Impotenz einmal ganz zu schweigen. Kurz gesagt: die Statistik zum Thema Männergesundheit sagt nicht viel Gutes. Prävention und Anti-Aging sind deshalb auch für Männer besonders wichtig.

Hauptursachen: Übergewicht, Bewegungsmangel und Stress jenseits der 40

Neben der geringeren Lebenserwartung erkranken Männer fast doppelt so oft an chronischen Krankheiten, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes und Impotenz. Der Hauptgrund liegt häufig im Gewicht – gemäß einer neuen Erhebung sind fast 60 Prozent der deutschen Männer übergewichtig bis stark übergewichtig (adipös).

Problematisch werden alle erwähnten Erkrankungen zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr. Die Fähigkeit des Körpers, die Belastungen zu kompensieren, lässt deutlich nach und somit steigt in dieser Dekade auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Krebs zu erkranken.

Bewegungsmangel potenziert die Risiken zusätzlich, denn regelmäßige sportliche Tätigkeiten halten die Gefäße elastisch, führen zu einer besseren Sensitivität der Zellen gegenüber Insulin und bauen Stresshormone ab. Letztlich sind Männer, die regelmäßig Sport treiben auch schlanker.

Lieber kleine Veränderungen als die Hauruck-Methode

Durch kleine und gezielte Verhaltensänderungen können Männer jedoch ganz bewusst etwas für ihre Gesundheit machen und müssen dabei nichts von ihrer Männlichkeit einbüßen. Wer ein paar Tipps im Alltag berücksichtigt, der macht schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung und verringert so das Risiko, an Diabetes zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden.

Erste Informationen rund um das Thema Männergesundheit und über deren gesundheitlichen Risiken können zum Beispiel im Männergesundheitsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nachgelesen werden.

Sport ist definitiv kein Mord

Bewegung ist hier vielleicht schon das A und O. Wer im Alltag statt des Lifts auch einmal die Treppe nimmt oder das Auto einmal stehen lässt und sich zu Fuß oder mit dem Rad fortbewegt, der stärkt neben der Muskulatur auch das gesamte Herzkreislaufsystem. Machen Sie in der Mittagspause doch mit den Kollegen einen Spaziergang, statt in der Kantine zu sitzen.Runden Sie Ihr Programm mit zweimal Sport pro Woche ab - denn nur zweimal 30 Minutne pro Woche machen schon spürbar glücklicher. Ob dies nun bedeutet ins Fitnessstudio zu gehen oder sich einem Fußballverein anzuschließen oder schwimmen zu gehen, ist jedem Mann dabei selbst überlassen. Wichtig ist der Spaßfaktor, denn nur dieser beruhigt die Psyche und sorgt dafür, dass Sie das Programm auch durchhalten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt übrigens recht moderate Empfehlungen für Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren:

  • Pro Woche 150 Minuten moderate Bewegung – das sind z.B. 30 Minuten spazieren gehen an 5 Tagen pro Woche oder

  • 75 Minuten Training, bei dem Sie sich deutlich anstrengen

  • Darauf achten, dass Sie bei den einzelnen Einheiten 10 Minuten am Stück Bewegung haben. 10x am Tag 3 Minuten bringen leider nichts.

  • Ideal ist ein Training, das an zwei Tagen pro Woche die Muskeln kräftigt

Dass Bewegung außerdem das beste Anti-Aging-Mittel ist, haben wir schon im Artikel „Kraft oder Audauer: Was hält jung?“ gezeigt.

Wasser ist kein Genussmittel

Nicht nur nach dem Sport ist das Trinken sehr wichtig. Wasser ist kein Genussmittel und darf gern ausreichend konsumiert werden. Wer täglich zwei bis drei Liter Wasser, Tee oder ungesüßte Limonade trinkt, sorgt nicht nur für gesunde Organfunktionen. Unmerklich hilft die zugeführte Flüssigkeit auch beim Abnehmen. Anders sieht es jedoch beim Alkohol aus. Schließlich schadet der Alkohol nicht nur den Mundschleimhäuten, Gehirn, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Leber und Magen - übermäßiger Alkoholkonsum kann auch zu Entzündungen, Bluthochdruck und Krebs führen. Neben der Steigerung des Gewichts steigt auch die Suchtgefahr drastisch an. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Alkoholkonsum bereits gefährdend ist, der kann im Internet Hilfe und Beratungsstellen finden.

Rauchen lässt die Gefäße altern

Neben dem Alkohol ist besonders das Rauchen ein Risikofaktor. Schließlich lässt Rauchen nicht nur die Haut altern - das Rauchen ist auch der Hauptauslöser für ernste Krankheiten. Neben dem bekannten Lungen- und Blasenkrebs verursacht das Rauchen auch zahlreiche Schlaganfälle und Herzinfarkte. Wer es sich zutraut, einen Rauchstopp auf eigene Faust durchzuziehen, der findet zum Beispiel in Apotheken zahlreiche Hilfsmittel zur Entwöhnung. Wer beim Rauchstopp gerne weitere Hilfe in Anspruch nehmen möchte, der findet zum Beispiel unter www.suchthotline.info zahlreiche Tipps und Tricks sowie Ansprechpartner und Leidensgenossen.

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Anti Aging und Well Aging sind genau meine Themen!

Ich gehöre genau zur Zielgruppe: ich bin über 40, habe wie die meisten Menschen in unserer Gesellschaft ein reichhaltiges Nahrungsangebot, oft wenig Bewegung und möchte dennoch gesund und fit alt werden. Die Quadratur des Kreises? Aus wissenschaftlicher und journalistischer Neugier probiere ich gern Dinge aus, z.B. eine Panchakarma Kur in Indien oder auch das Faszientraining. Lassen Sie uns gemeinsam den Weg für ein zufriedenes und aktives Alter(n) finden.

Ich bin oft entsetzt, mit welchen Heilversprechen fragwürdige Behandlungen, Diäten, Nahrungsergänzung oder Kosmetikprodukte angeboten werden. Als promovierter Biochemiker mit langer Erfahrung in der Gesundheitsbranche und Journalist möchte ich Ihnen wissenschaftlich fundierte und gründlich recherchierte Artikel rund um das Thema Anti Aging bieten.

Sie haben Themenwünsche oder spezielle Fragen? Ich freue mich über Ihre Vorschläge!

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Ihr Jan Kunde

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Dr. Jan Kunde