Welche Unterwäsche passt zu mir am besten?

Geschrieben von Dr. Rita Baxmann Zuletzt aktualisiert: Montag, 05 Dezember 2016
Worauf es bei der Wahl zur passenden Unterwäsche ankommt © gpointstudio - Fotolia.com
Worauf es bei der Wahl zur passenden Unterwäsche ankommt © gpointstudio - Fotolia.com

Die Frage nach dem passenden BH ist manchmal schon schwierig genug. Schließlich können die Form des Busens und die weibliche Körpergestalt sehr individuell sein, ebenso auch die Anforderungen, die an den BH gestellt werden. Und beides ist entscheidend, denn der BH sollte schon gut sitzen damit frau eine gute Figur abgibt. Dies gilt aber auch für die Unterhose bzw. den Slip, denn dieser kann über die Tragedauer quälen und zudem noch unschön aussehen wenn er nicht passt, kneift und einschneidet. Übrigens interessant zu wissen: Ganz oft findet man das Wort "Lingerie" (Französisch für "Unterwäsche" oder "Wäschekammer") oder auch "Dessous" (Französisch für "Unteres"); beide Begriffe stehen für solche Kleidungsstücke, die aufgrund ihrer Materialien und Schnittführung als erotisierend empfunden werden können und eher nicht auf funtionale Unterwäsche zutreffen. 

Das Oberteil bestimmt den BH darunter

Schon beim morgendlichen Griff nach dem BH sollte die Wahl nach dem Oberteil bereits getätigt worden sein, denn ein schwarzer BH passt nur schlecht unter einer weißen Bluse; hierfür eignet sich eher ein weißer bzw. hautfarbener BH. Ist die weiße Bluse zudem noch aus einem relativ dünnen Material geschneidert, tut frau gut daran, einen BH mit weich gepolsterten Cups zu tragen. Unter diesen etwas festeren Schalen zeichnet sich die Temperaturempfindlichkeit an der Reaktion der Brustwarzen weniger deutlich ab als bei Körbchen aus reiner, dünner Spitze.
Soll es eher ein Kleid sein, vielleicht auch noch mit einem tieferen Ausschnitt am Rücken, empfiehlt sich ein BH, dessen Träger weiter unten am Rücken geschlossen werden. Damit bleibt er dann unsichtbar. Auch für Abendkleider mit z. B. schulterfreiem Ausschnitt gibt es das passende „Darunter“, das der Dame darin selbst ohne Träger den gewünschten Halt gibt. Für diese Anlässe gibt es sogenannte Multifunktions-BHs, deren Träger austauschbar sind und nach Bedarf angepasst werden können.

Wenn es auf das Dekolleté ankommt

Soll der BH helfen, das Dekolleté zu betonen, empfiehlt sich ein Bügel-BH, an dessen Cups die Träger eher seitlich angebracht sind. Dieses Zusammenspiel zwischen Bügel und seitlichen Trägern hebt den Busen und formt ihn stärker zur Brustmitte hin. Diese formenden, sogenannten Push-up BHs gibt es von verschiedenen Dessous-Herstellern und haben sogar teilweise kleine Verstärkungen in den Cups unten eingearbeitet, die für ein Mehr oben herum sorgen. Das Ganze gibt es natürlich auch für Diejenigen, die ihre Busengröße etwas kaschieren möchten, nämlich den sogenannten Minimizer-BH, mit und ohne Bügel. Dieser BH drückt den Busen näher an den Brustkorb.
Egal für welches Oberteil oder welchen Anlass der BH passen soll, von bürotauglich bis hin zu sexy und verführerisch, die Hauptsache ist, dass hochwertige Materialien verarbeitet sind, die einen guten Sitz und angenehmen Tragekomfort garantieren, denn ein gut sitzender BH ist die halbe Miete.

Der BH muss vernünftig sitzen

Ein gut sitzender BH ist grundsätzlich sehr wichtig, damit das gesamte Erscheinungsbild stimmig ist (siehe auch den Artikel Mit der passenden Unterwäsche immer eine gute Figur abgeben). Er sollte Halt bieten, weder an den Nähten kneifen noch Druckstellen auf der Haut hinterlassen, denn das ist für die Trägerin nicht nur unangenehm, sondern macht auch keine Freude. Deshalb gilt, dass der BH auf der Haut aufliegen muss. Ein einfacher Test zeigt, ob die Körbchengröße richtig gewählt wurde. Lässt sich der Steg zwischen den zwei Schalen mit dem Finger zum Brustkorb hinbewegen, sollte ein größeres Körbchen gewählt werden.
Die Cups sind genau dann passend wenn die Haut am Busen weder herausgedrückt wird noch die Cups abstehen; das heißt: der Übergang zwischen Cups und Busen ist fließend. Das ist besonders wichtig beim Tragen von T-Shirts. Denn hier sollte der BH eher unauffällig sein.
Ist die Trägerin etwas „fülliger“, sollte darauf geachtet werden, dass der BH am Umfang und auch die Träger etwas breiter und nicht zu schmal sind. Es lässt sich eine schönere Rückenansicht erreichen, wenn der BH die Haut nicht zu sehr einschnürt.
Ist der BH-Umfang wiederum zu weit gewählt, drückt der Busen die Körbchen nach vorne. Dann rutscht das Rückenteil automatisch nach oben und der BH sitzt nicht vernünftig. Der BH sitzt richtig, wenn der Umlauf des BHs sich vorne und am Rücken auf einer Höhe befindet.

Und wie sieht es bei einer Unterhose aus?

Bei einer Unterhose gelten prinzipiell die gleichen Anforderungen wie bei einem BH, und die sind ebenso umfangreich. Die Unterhose soll in manchen Momenten elegant bis sexy wirken, in anderen Momenten aber auch rein funktional und alltagstauglich sein. Aber grundsätzlich soll sie eins, nämlich nicht kneifen.

Manche Frau mag dem Slip und seiner Form vielleicht etwas weniger Aufmerksamkeit widmen als dem BH, aber auch hier gibt es einiges zu unterscheiden. Die Form des Slips kann sich auf die individuelle Form des Körpers auswirken, sowohl positiv als auch negativ. Wer schlank und rank und zudem noch mit langen Beinen ausgestattet ist, kann fast jede Slipform tragen. Wer jedoch die Beine optisch verlängern möchte, sollte nach einem tief ausgeschnittenen String Ausschau halten. Slips oder Strings, die besonders hoch ausgeschnitten sind, sind wunderbar geeignet für Frauen mit kürzeren Beinen. Dadurch werden die Beine optisch verlängert und die Silhouette wirkt insgesamt etwas schlanker.

Die Unterhose wirkt auch auf die Körperform

Frauen, die eher schmale Hüften haben, wirken weniger feminin. Hier können Panties helfen, den Körper zu formen und optische Rundungen zu zaubern. Die Silhouette wirkt dadurch weiblicher. Und umgekehrt gilt für Frauen, die bereits mit starken Rundungen ausgestattet sind, dass sie besser nicht zu Panties greifen, ebenso nicht zu Slips, die tief ausgeschnitten sind, denn beide Formen wirken nicht vorteilhaft auf runde Körperformen. Diese Frauen sollten eher auf Slips mit einem hohen Beinausschnitt zurückgreifen, die die Hüften optisch schmaler wirken lassen.
Wenn gerade bei enganliegenden Kleidern der kleine Bauchansatz plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, können Miederhose oder Shapewear wahre Wunder vollbringen. Durch die sehr elastischen Materialien wird die Taille mühelos gestrafft und sanfte Kurven entstehen im Handumdrehen.
Wenn es allerdings um die Frage danach geht, ob sich die Unterhosen denn auch gut waschen lassen, womöglich noch bei 60°, fallen die Spitzenunterhosen nebst Shapewear natürlich raus, denn diese Materialien lassen sich maximal bei 30° waschen, oder sogar nur bei Handwäsche. Dann muss zur guten alten Baumwoll-Unterhose zurückgegriffen werden. Aber auch hier bieten Hersteller mittlerweile gute Slipformen an, sodass es nicht unbedingt Omas gefürchtete Unterwäsche sein muss.

Wenn Unterhose und BH zusammen passen sollen

Eine weitere Anforderung an die Unterhose ist, dass sie mit dem BH zumindest farblich, aber noch besser auch im Material zusammenpasst. Bei Frauenunterwäsche geht es um den Gesamteindruck. Da die meisten Frauen zwar ihre Unterhose täglich wechseln, den BH jedoch nicht, wird immer häufiger die passende Unterhose zum BH gleich mehrmals dazu gekauft. Auch bieten die Unterwäsche-Hersteller mehr und mehr solche Wäsche-Sets an, die es zulassen, bei z. B. einer schwarzen Bluse mit weißen Hose einen schwarzen BH mit einer weißen bzw. hautfarbenen Unterhose zu kombinieren – oder auch umgekehrt. Wie gesagt, es geht um den Gesamteindruck, und zwar auch unten drunter.

Egal wie sich frau letzten Endes entscheidet bei der Wahl zur Unterwäsche oben und unten, eines ist ganz besonders wichtig: das Wohlfühlgefühl darin.

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