Zahnschmerzen als Vorboten für Krankheiten

Geschrieben von Withania Zuletzt aktualisiert: Freitag, 16 Dezember 2016
Zahnschmerzen als Vorboten für Krankheiten © Alliance - Fotolia.com
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Ungesunde Zähne können den ganzen Körper gefährden. Krankheitserreger können über Entzündungsherde ins Blut gelangen und andere Körperregionen infizieren. So kann Parodontitis zu Atemwegserkrankungen, Rheuma und Herzklappenstörungen führen, zudem das Herzinfarkt- bzw. Schlaganfallrisiko erhöhen. Zahnschmerzen können in seltenen Fällen sogar Vorboten eines Herzinfarktes sein. Symptome wie Enge im Brustkorb, Atemnot sowie starke Schmerzen, die in den linken Arm, die linke Schulter oder den Unterkiefer strahlen, sind Alarmzeichen und ein Grund, den Notarzt zu rufen.

Zahnweh durch chronische Entzündungen

Zahnschmerzen werden nicht nur durch Karies verursacht. Oftmals sind chronische Entzündungen wie Parodontitis - eine Entzündung des Zahnfleisches - dafür verantwortlich. Da Parodontitis langfristig zur Lockerung der Zähne führen kann, sind Alarmzeichen wie Rötungen, Schwellungen und Blutungen immer ernst zu nehmen. Eine frühzeitige Diagnose ist für die erfolgreiche Behandlung von enormer Wichtigkeit. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sollten daher Pflicht sein.

Auch Nasennebenhöhlenentzündungen können Zahnweh verursachen. Verstopfte Nase, Schnupfen, ein Druckgefühl an der Stirn – dies könnte auf eine Sinusitis hindeuten, die häufig in Verbindung mit Erkältungen auftritt. Salzhaltige Nasenspülungen reinigen die Schleimhaut und bringen sie zum Abschwellen. Das Inhalieren mit Kamille hemmt die Entzündung und befreit die Nase.

Entzündungen des Zahnnervs können eine weitere Ursache für Zahnschmerzen sein. Sie gefährden die betroffenen Zähne und können im schlimmsten Fall zu Herzerkrankungen bzw. Erkrankungen anderer innerer Organe führen. Wenn die Zähne noch nicht stark geschädigt sind, kann hierbei eine Wurzelkanalbehandlung helfen.

Selbst ein trockener Mund kann Zahnprobleme verursachen. Der Grund: Im Mund siedeln sehr viele Keime, die zum Teil immer wieder vom Speichel weggespült werden. Dadurch werden auch die Zähne gereinigt. Bei zu geringer Speichelproduktion fehlt dem Gebiss ein wichtiger Schutzfaktor. Ursachen für Mundtrockenheit können Mundatmung, das Alter, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Erkrankungen wie Diabetes sein.

Beschwerden, die auf Erkrankungen im Mundraum hinweisen

Wenn alle anderen Ursachen ausgeschlossen werden, so können Nackenschmerzen durch ungesunde Zähne verursacht worden sein. Der Fachbegriff dafür lautet Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Diese Erkrankung im Zusammenspiel der Kiefer kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben Karies kommt beispielsweise ein entzündeter Zahnnerv infrage. Auch schlecht sitzende Zahnkronen, Zahnbrücken sowie Zahnprothesen können durch den fehlerhaften Kontakt zwischen den Zähnen zu Verspannungen und Nackenschmerzen führen. Langfristig können diese Fehlkontakte zur Schädigung des Kiefergelenkes führen, welche vom Kieferorthopäden behandelt werden müssen.

Gelegentlich gehen Zahnschmerzen mit einem Glaukomanfall einher, der bei Augenerkrankungen, dem grünen Star oder auch einem Glaukom auftreten kann. Zu den Hauptsymptomen hierzu gehören allerdings starke Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Sehstörungen. Ein Glaukomanfall ist ein Notfall und sollte sofort behandelt werden.

 

Autor: Dr. med. dent. Frank Seidel (http://zahn-zahnarzt-berlin.de)

 

Bildverweis: © Alliance - Fotolia.com

 

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